La Spezzia

La Spezia ist eine norditalienische Provinz in der Region Ligurien. Neben La Spezia selbst gehören noch sechs weitere Orte zur Gemeinde La Spezia. Ich habe mir allerdings ausschließlich die Stadt La Spezia angeschaut. Bin ich in Palermo? Aufgrund ihres chaotischen und maroden Charmes erinnert sie mich zunächst ein wenig an Palermo. Allerdings ist sie beim genaueren hinschauen kleiner und ein bisschen ruhiger. Italien mit dem Auto zu erkunden birgt immer die Herausforderung einen Parkplatz zu ergattern. Und wenn dieser dann noch kostenfrei ist, hat man definitiv einen Hauptgewinn ergattert. In La Spezia heißt dieser „Piazza d’Armi“. Also Auto abgestellt und los geht es zur Foto- und Genusstour durch La Spezia. La Spezia ist eine historische Stadt, deren Sehenswürdigkeiten sich fast alle in Nähe des Stadtzentrums befinden. Um sich einen Überblick über die Stadt zu verschaffen, besucht man am besten zunächst das Castello San Giorgio, das oberhalb der Altstadt liegt. Von hier hat man einen wunderschönen Blick auf die Stadt. An einen Kirchenbesuch kommt man bei einer Stadtbesichtigung aus meiner Sicht nie dran vorbei. Die Kirche Santa Maria Assunta ist mit Sicherheit einen Besuch wert. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert und musste in den letzten Jahrhunderten zweimal wiederaufgebaut werden. Sie beheimatet wunderschöne Gemälde. Zum Schluss geht es auf den täglichen Wochenmarkt in der Piazza Cavour. Der Besuch eines Wochenmarktes gehört für mich in jede Entdeckungstour dazu. Frische Produkte in so großer Vielzahl und Arten zu sehen und probieren zu dürfen, lässt mein Genießerherz jedes Mal höherschlagen. Das fröhliche Treiben und lautstarke Anpreisen der Leckereien muss man erlebt haben. Und so bekomme auch ich Hunger auf frische italienische Pasta mit einem Gläschen Vino, salute! Fotografieren macht hungrig Und in der Trattoria „ Il Giadinetto“ in der Via Prione 284 wurde dieser mit frischer Pasta und Fisch geschmackvoll gestillt. Der Service war zuvorkommend und sehr hilfsbereit bei der Auswahl der frischen landestypischen Speisen und Getränke. Und so ist es nicht verwunderlich, dass sich das liebevoll geführte Familienrestaurant auch bei den Einheimischen großer Beliebtheit erfreut. Also Tisch bestellen nicht vergessen. Möchte man sich mal abseits der zentrumsnahen und teilweise auch überteuerten Restaurants bewegen, kann ich euch die Trattoria „Al Negrao“ in der Via Genova 428 empfehlen. Sie liegt ein bisschen außerhalb des Zentrums und lockt mit einer guten Auswahl an frischen Speisen und einem guten Preis-/Leistungsverhältnis. Cinque Terre über den Seeweg entdecken Am Zipfel der Provinz La Spezia liegt der kleine Ort Porto Venere, der seit 1997 zusammen mit Cinque Terre zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Porto Venere – der Hafen der Venus Der Name des Ortes Venere (Venus) gewidmet. Wo heute die Kirche San Pietro steht, befand sich einst der Tempel der Venus. Der Sage nach, ist die Göttin der Liebe hier dem Meeresschaum entstiegen. Und genau hier bin ich auf eines der Schiffe gegangen, um die fünf wunderschönen Dörfe der Cinque Terre dieses Mal von der Seeseite zu fotografieren. Die Fahrt kostet 25 €/pro Person und man hat die Möglichkeit, an jedem Ort aus- und später wieder einzusteigen, sofern man dies möchte. Auf rund 9 km Küstenlänge verteilen sich die Orte Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore. Der Vorteil dieser Variante, ist die Möglichkeit ohne Gedränge ziemlich gute Fotos zu machen. Aufgrund der Berühmtheit der Cinque Terre strömen nämlich jährlich wahre Touristenmasse in die kleinen Orte. Und manchmal hat man dann das Gefühl, von genau diesen über das Pflaster getragen zu werden – ein gemütliches Bummeln durch die kleinen gewundenen Gassen mit ihren bunten Häuschen ist sodann nicht möglich.