Städte und ihre Reize gekonnt in Szene setzen

Ich gehöre ja zu den Fotografen, die spontan drauflos gehen und dies hat sicherlich auch seine Vorteile.

 

Statt vorheriger Planung lasse ich mich durch die Straßen und Gassen einer Stadt treiben, um unvoreingenommen die besondere Schönheit einer Stadt und ihrer Menschen aufzunehmen.

 

Der Weg ist mein Ziel!

 

Jedoch kann es mir dabei auch durchaus passieren, dass mir ohne eine vorherige grobe Planung – wichtige Details einer Stadt entgehen.

Der Weg eine Metropole zu entdecken liegt also – wie so oft – irgendwo dazwischen.

 

Zuerst schaue ich mir daher im Vorfeld gerne mal Reisebücher an oder informiere mich im Internet.

 

Dort findet man schon eine ganze Menge an wichtigen Informationen über Land & Leute.

Und so mache ich mir auf dieser Grundlage einen groben Plan, ohne dass ich einen der schweren und teilweise unhandlichen Reiseführer mitnehmen muss. 

Denn wie schon beschrieben, gehört für mich die Überraschung dazu, auch auf die Gefahr, dass ich mich verlaufe und dadurch mehr Kilometer laufe als vielleicht nötig.

Wie bei all meinen Reisen ist es mir wichtig – bereits früh aufzustehen und die langsam wach werdende Stadt zu erkunden.

Gerade in Venedig habe ich dadurch die schönsten Aufnahmen zwischen 6.00 Uhr und 8.00 Uhr am Morgen machen dürfen.

Wenn die Stadt noch schläft und nicht im anhaltenden Trubel der Touristen verschwimmt.

Erst danach gehe ich in Ruhe frühstücken und lasse die ersten schönen Eindrücke eines wunderbaren Sonnenaufgangs sacken.

Kann man schöner in den Tag starten?

 

Ab diesem Zeitpunkt lasse ich mich jedoch den Tag über durch die Straßen und Gassen einer Stadt treiben – denn obwohl die Sonne hoch steht – kann man trotzdem schöne Aufnahmen zum Beispiel durch das Spiel zwischen Licht und Schatten kreieren.

  

Wo bleibt bei all den vielen Eindrücken nur der Genuss?

 

Genussmomente gehören bei so einer Entdeckungstour natürlich unbedingt dazu.

Und so suche ich mir hier und da ein gemütliches kleines Cafe und/oder gegen Mittag ein kleines Restaurant in dem ich mich mit landestypischen Kleinigkeiten für den Tag stärke.

 

Am Nachmittag auch gerne einmal eine Pause zu einem Café oder Wein je nachdem wo ich gerade bin.

Endschleunigen und den Moment genießen – gehört neben einer guten Fotoausrüstung – zu jeder Reise dazu.

 

Welche Ausrüstung ist für einen Streifzug die Stadt die passende?

 

Ich habe ja lieber Festbrennweiten mit einem lichtstarken Objektiv.

Aber auch hier sind Zoomobjektive durchaus im Vorteil.

So nehme ich gerne mein 16-55 mm mit  f 1.4 mit.

Um Details zu fotografieren sollte ein Zoom mit über 55 mm ebenfalls nicht fehlen.

 

Unbedingt auch ein Polfilter mit in die Tasche packen.

Denn gerade wenn die Stadt viele Wasserflächen hat um Spiegelungen zu reduzieren und außerdem kommen die Wolken besser raus.

 

Auf ein Stativ verzichte ich meistens. Es sei denn, ich gehe abends bzw. nachts durch die Stadt.

Da sollte ein leichtes Stativ aus Carbon auf jeden Fall mit auf Reisen gehen.

 

Ich habe auch immer mindestens eine Ersatzbatterie und zwei Ersatz-SD Karten dabei.

Oft konnte ich hier schon mit einer SD Karten einem Teilnehmer helfen, bei dem sie sich seine eigene verabschiedete oder einfach voll war.

Ein ND (Grauverlausfilter) wiegt auch nicht all zuviel und gehört bei mir in den Rucksack. 

Besonders dann, wenn ich doch einmal am Tage das Wasser zart und weich werden lassen möchte. 

Hier habe ich meistens auch einen Bohnensack aus Styropor Kügelchen dabei, den man dann irgendwo hinlegen kann, um noch eine längere Belichtung ohne Verwackelung hinzubekommen. 

Eine super Alternative zum klassischem Stativ.

 

Und dann versuche ich eben nicht nur die klassischen Hotspots abzuklappern, sondern eigene Wege zu gehen, um kreativ die Stadt aufzunehmen.

 

Details, Spiegelungen, unterschiedliche Blickwinkel sind nur eine kleine Auswahl von Möglichkeiten auf die ich in meinen Kursen hinweise, um eine Stadt mal anders darzustellen.

Am Abend – bevor es dann zum Essen geht, um einen spannenden und erlebnisreichen Tag ausklingen zu lassen werden noch schnell die SD Karte auf meinem Laptop gesichert und auf einer externe Platte abgelegt.

Denn es gibt nichts schlimmeres, als wenn man reist, den ganzen Tag tolle Aufnahmen gemacht hat, um irgendwann festzustellen, dass die Karte defekt ist.

 

Und nun werden ein paar Reisebücher rund um mein nächstes Ziel gewälzt.

Wo es hingeht?

Das verrate ich Euch gerne später.

Bis dahin habt eine schöne Zeit und bleibt gesund!

Euer

Giovanni 

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